Zwischen Sehnsucht und Abschied, Erinnerung und Verwandlung entfaltet sich das Liedschaffen Viktor Ullmanns als ein Kosmos von außergewöhnlicher poetischer Dichte. Das Album Wo hast du all die Schönheit hergenommen? zeichnet ein vielschichtiges Porträt eines Komponisten, dessen Stimme heute eindringlicher denn je zu uns spricht: geprägt von der Spätromantik, geschärft durch die Moderne – und gezeichnet von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts.
Die Sopranistin Aurea Marston begegnet diesem Repertoire mit feiner Textsensibilität und einer Stimme, die gleichermaßen Leuchtkraft wie Zerbrechlichkeit kennt. An ihrer Seite gestaltet Cornelia Lenzin den Klavierpart nicht als bloße Begleitung, sondern als gleichberechtigten Partner: farbenreich, strukturbewusst und stets im Dialog mit der vokalen Linie.
So entsteht eine Aufnahme, die Ullmanns Lieder nicht nur als historisches Zeugnis begreift, sondern als lebendige Kunst von zeitloser Relevanz – als Musik, die das Schöne festzuhalten sucht, gerade im Wissen um seine Vergänglichkeit.
Between longing and farewell, memory and transformation, Viktor Ullmann’s songs unfold as a universe of remarkable poetic intensity. Hard It Is to Leave Beauty Behind… offers a richly faceted portrait of a composer whose voice resonates with particular urgency today: rooted in late Romanticism, sharpened by modernism, and indelibly marked by the upheavals of the twentieth century.
Soprano Aurea Marston approaches this repertoire with acute textual sensitivity and a voice that balances radiance and fragility. At her side, Cornelia Lenzin shapes the piano part not as mere accompaniment but as an equal partner: rich in colour, structurally aware, and in constant dialogue with the vocal line.
The result is a recording that presents Ullmann’s songs not simply as historical testimony, but as living art of timeless relevance—music that seeks to preserve beauty, even in the knowledge of its transience.